“Nach seinem Rücktritt von allen Ämtern auf der 9. Tagung des SED-Zentralkomitees am 18. Oktober 1989 erlebte Erich Honecker den Fortgang der Ereignisse am Fernsehapparat. In der Folgezeit wurden die unterschiedlichsten Anschuldigungen, von persönlicher Bereicherung bis Hochverrat, erhoben und durch die Generalstaatsanwaltschaft Untersuchungsverfahren eingeleitet. Bereits im November wurde den Honeckers ihre Wohnung in Wandlitz für Ende Januar 1990 gekündigt. ...

Ab 3. April 1990 befanden sich die Honeckers in Beelitz-Heilstätten und die Belagerungskarawane der Journalisten hatte mit Stehleitern und Teleobjektiv bestückten Kameras an den Betonelementen der Umzäunung in unmittelbarer Nähe des Krankenhauseingangs Stellung bezogen. Bewaffnete Sowjetsoldaten verweigerten Unbefugten den Zutritt. ...”

Mehr über die Honeckers und die Wendejahre in Beelitz vermittelt die neu erschienene Dokumentation der Jahre 1989 und 1990. Von der Kommunalwahl im Mai 1989, über die Initiativen des Neuen Forums, den Tag der Maueröffnung am 9. November, die Menschenkette am 1. Advent 1989 bis zu den ersten Schritten in der Demokratie berichten die Beelitzer Aktiven und Aktivisten jener Tage.

Das lesenswerte, über 200 Seiten starke Buch ist zum Preis von 8 Euro im Kulturamt der Stadt erhältlich.

 


November 2009
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Stadt Beelitz
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Honecker in Heilstätten

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